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20.05.2026 - 12:00 Uhr | News | Quelle: sd | von: Michael Paral
Uka sichert Austria ersten Matchball
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©FK Austria Wien
Am Donnerstag konnte sich die Wiener Austria bereits den Cup-Titel sichern, am kommenden Wochenende könnte direkt der nächste Titel folgen. Mit einem Sieg gegen Red Bull Salzburg sind die „Veilchen“ am letzten Spieltag nicht mehr einzuholen. Auch auf den anderen Plätzen gab es am 22. Spieltag der ADMIRAL Frauen Bundesliga Comebacks, überlegene Leistungen und sensationelle Tore zu sehen.
Sturm Graz wacht zu spät auf
In der Meistergruppe konnten die Austrianerinnen, wie bereits erwähnt einen großen Schritt in Richtung erster Meisterschaft gehen. Im Spiel gegen den SK Sturm Graz brachte die Ex-Sturm Spielerin Modesta Uka die Gäste nach nur sechs Minuten in Führung. Ihr Freistoß wurde für Torfrau Kristin Krammer unhaltbar abgefälscht. Nach gut einer Stunde konnten die Wienerinnen die Führung durch Kapitänin Carina Wenninger verdoppeln. Erst spät im Spiel wachten die Gastgeberinnen ein wenig auf und kamen selbst zu guten Chancen. Der Anschlusstreffer von Laura Lillholm Petersen folgte erst in der Nachspielzeit. Für einen Aufreger konnte aber mit der letzten Aktion die Grazer Torfrau Krammer sorgen, die bei einem Eckball mit noch vorne kam und den Ball beinahe zum Ausgleich im Tor unterbrachte. Ihr Kopfball wurde jedoch von ihrem gegenüber Jasmin Pal sicher pariert. Durch den Auswärtssieg hat der FK Austria Wien somit schon eine Hand an der Meisterschale.
St. Pölten besiegt müde Salzburgerinnen
Im zweiten Spiel der Meistergruppe setzten sich die Favoritinnen vom SKN St.Pölten gegen den FC Red Bull Salzburg durch. Den Gastgeberinnen aus Salzburg war das Cupfinale vom Donnerstag jedoch anzusehen. Bereits nach der ersten Halbzeit war das Spiel praktisch entschieden. Erst brachte die deutsche Nationalspielerin Sarah Mattner die „Wölfinnen“ nach drei Minuten in Führung, danach erhöhte Magdalena Rukavina in Minute 13 auf 2:0. Nach gut einer halben Stunde sorgte die in Topform agierende Carina Brunold für die frühzeitige Entscheidung und traf zum 3:0 Endstand. Im zweiten Durchgang schraubten auch die Gäste ein wenig zurück. Der Auswärtssieg war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Der SKN bleibt dadurch auf vier Punkte an den Tabellenführerinnen aus Wien dran und vertagt die vorgezogene Meisterfeier der Austria zumindest um eine Woche.
Vienna beendet Saison mit achtem Sieg in Folge
Für die First Vienna gab es zum Abschluss der Saison nochmal ein fulminantes Heimspiel gegen den LASK. Die Wienerinnen agierten bereits seit Wochen in Überform und zeigten an diesem Samstagnachmittag, dass sie auch Comeback-Qualitäten besitzen. In einem Spiel, das ständig hin und her ging erwischten die Gäste aus Linz den besseren Start. Kurz vor der Pause belohnten sich die mutigen Linzerinnen nach einem Eckball mit der 1:0 Führung durch die Kroatin Katharina Vrselja. Kurz nach Wiederanpfiff profitierte Vienna Spielerin Lena Kovar von einem Patzer der Linzer Torfrau Gavillet und glich aus. Die Freude über den Ausgleich währte aber nur kurz. Bereits wenige Sekunden später wurde LASK-Stürmerin Andrea Švíbková von Torfrau Grabenhofer im Strafraum zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwertete die gefoulte Tschechin selbst zur erneuten Führung. Die Vienna zeigte im Anschluss ihre Qualität und das Selbstvertrauen der letzten Wochen. Erst sorgte Alina Kerschbaumer nach einem toll vorgetragenen Angriff für den erneuten Ausgleich, ehe Lilah Havel einen langen Ball an der herausgekommenen Torfrau Gavillet zum 3:2 vorbeilegen konnte. „Wir haben es hergeschenkt“, resümierte LASK-Trainer Markus Eitl nach dem Spiel im Interview bei Kick it like Women. Für die Vienna war es der achte Sieg in Serie. Ein versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison. Das Spiel gegen den USV Neulengbach am letzten Spieltag muss aus bekannten Gründen abgesagt werden.
Packendes Unentschieden der Schlusslichter
Beim Aufeinandertreffen der Tabellenschlusslichter vom FC Südburgenland/Hartberg mit dem FC Blau Weiß Linz/Kleinmünchen unterstrichen beide Teams, dass sie trotz der Tabellenposition über enorme Qualität verfügen. Die Gäste aus Linz gingen entschlossen ins Spiel und konnten bereits in der zweiten Spielminute durch Daniela Kittel in Führung gehen. 20 Minuten später erhöhte die Linzer Stürmerin Antonela Grgic auf 2:0. Alles sah nach einem Linzer Auswärtssieg aus. Doch die Burgenländerinnen konnten in dieser Saison bereits oft zeigen, dass sie in der Offensive Qualität haben. Kurz nach dem Seitenwechsel sorgte Hannah Maurer für den 1:2 Anschlusstreffer und machte das Spiel wieder spannend. Das Spiel war im Anschluss sehr umkämpft und man spürte, dass das letzte Wort hier noch nicht gesprochen war. Schließlich sorgte die Ungarin Virág Kovács in der sechsten Minute der Nachspielzeit für den späten Ausgleich und den 2:2 Endstand. Beide Teams konnten nochmal zeigen, dass sie sich ihren Platz in der Bundesliga verdienen, wenn auch der Klassenerhalt etwas unverhofft kam.
Als Meisterinnen in den letzten Spieltag?
Am kommenden 23. Spieltag kann die Wiener Austria, wie bereits erwähnt den Kampf um die Meisterschaft endgültig für sich entscheiden. Die Salzburgerinnen sind jedoch nach dem verlorenen Cupfinale auf Rache aus und werden es den Wienerinnen alles andere als leicht machen. St. Pölten muss im Auswärtsspiel gegen Sturm Graz gewinnen, um überhaupt noch Druck auf die Austria auszuüben. Sollten die Wölfinnen am Freitagabend nicht gewinnen, ist die Austria bereits Meister. In der Qualifikationsgruppe kommt es am Wochenende bereits zum letzten Spieltag der Saison, bevor sich die Teams in die verdiente Sommerpause verabschieden.
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26.05.2026 - 12:45 Uhr | News | Quelle: sd | von: Michael Paral
Mattner hält SKN in letzter Sekunde im Titelrennen
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©SKN St. Pölten
Die große Schlagzeile, die Meisterschaft in der Österreichischen Frauen Bundesliga sei entschieden, bleibt diese Woche überraschend noch aus! St. Pölten kommt nochmal zurück und die Austria vergibt zu Hause den ersten Matchball auf das Double. Was folgt ist ein Endspiel im direkten Duell der beiden Teams um die Meisterschale. Für die Teams in der Qualifikationsgruppe geht es nach dem vergangenen Wochenende bereits in die Sommerpause.
Last Minute Sieg hält die Hoffnung am Leben
In der Meistergruppe hieß es am vorletzten Spieltag für die Titelverteidigerinnen vom SKN St. Pölten, Punktverlust verboten! Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden an diesem Freitagabend gegen den SK Sturm Graz hätten die Niederösterreicherinnen keine Chance mehr auf den Titel. Lange Zeit sah es auch danach aus. Die Gastgeberinnen aus Graz bewiesen sich einmal mehr als schwierige Gegnerinnen und erwischten den besseren Start ins Spiel. Die deutsche Stürmerin Pauline Deutsch brachte die Grazerinnen nach 17 Minuten in Führung. Den Jubel über das Tor konnte man wohl nicht nur in Graz, sondern auch in Wien hören. Die Serienmeisterinnen blieben jedoch unbeeindruckt und konnten nach gut einer halben Stunde durch Isabel Aistleitner ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel war es aber erneut das Heimteam, das besser ins Spiel fand und nach einer Stunde die Führung durch Julia Keutz wieder herstellte. Im Anschluss hatte die Starstürmerin Zala Kuštrin die Möglichkeit die Partie, und damit wohl auch die Meisterschaft vorzeitig zu entscheiden, scheiterte jedoch an SKN-Schlussfrau Carina Schlüter. Da hatte die Austria bereits eine Hand an der Schale. In der 77. Minute konnten die Wölfinnen erneut zurückschlagen und durch Lisa Ebert den verdienten Ausgleich erzielen. Das Unentschieden wäre allerdings zu wenig. Die Erlösung aus Sicht von St. Pölten folgte in der 89. Spielminute, als Sarah Mattner ihr Team nach zweimaligem Rückstand doch noch zum 3:2 Sieg schoss. Die Serienmeisterinnen erledigten somit gerade noch ihre Hausaufgaben und mussten nun auf einen Patzer der Wienerinnen am Samstag hoffen.
Austria lässt gegen Salzburg Matchball liegen
1.333 Zuschauerinnen und Zuschauer pendelten am Samstag in die Generali Arena nach Wien, um mit der Austria den Meistertitel vorzeitig zu feiern. Dazu brauchte es allerdings einen Sieg gegen Red Bull Salzburg. Die Wienerinnen starteten ungewohnt nervös und ungenau ins Spiel. Die Gäste aus Salzburg beschäftigten sich intensiv mit dem Verteidigen und konnten in der ersten Halbzeit den Ball gut vom eigenen Tor fernhalten. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie dann deutlich intensiver und emotionaler. Die „Veilchen“ taten sich weiterhin schwer klare Torchancen gegen die tief verteidigenden Salzburgerinnen herauszuspielen, kamen aber immer wieder zu Abschlüssen. Die Verteidigung, sowie die starke Torfrau der Gäste Lara Ritter hatten an diesem Nachmittag auf alles eine Antwort. Ein Torschrei hallte jedoch einmal durch das Stadion. Schiedsrichterin Lara Anderson durchbrach die Freude jedoch durch einen Pfiff, wegen eines angeblichen Foulspiels. Bei Elfmeterreklamationen von Carina Wenninger und Co. wegen eines Handspiels im Strafraum, blieb ein Pfiff jedoch aus. Bei beiden Aktionen hätten viele andere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter wohl anders entschieden. Unglücklich aus Sicht der Austrianerinnen, die durch das 0:0 in ein Entscheidungsspiel gegen St. Pölten am letzten Spieltag müssen. Mit zwei Punkten Vorsprung haben die Veilchen jedoch weiterhin alles in der eigenen Hand und können sich vor heimischem Publikum das Double sichern.
LASK siegt zum Saisonabschluss
In der Qualifikationsgruppe empfingen die Linzerinnen vom LASK zum Abschluss nochmal den FC Südburgenland/Hartberg. Das Team von LASK-Trainer Markus Eitl wollte sich für eine solide Saison gegen das Tabellenschlusslicht belohnen und setzten früh die ersten Akzente. Jedoch dauerte es lange bis Andrea Švíbková für die Erlösung der Gastgeberinnen sorgte. In der 77. Spielminute brachte die Tschechin ihr Team in Führung, ehe sie kurz vor Schluss den Doppelpack zum 2:0 Endstand schnürte. Der FC Südburgenland beendet damit die Aufstiegssaison auf dem letzten Tabellenplatz, dürfen sich jedoch nächste Saison erneut in der höchsten Spielklasse beweisen. Durch das Ausscheiden des USV Neulengbach bekommen die Aufsteigerinnen der Vorsaison eine zweite Chance. Für den LASK geht mit dem siebten Rang eine versöhnliche Saison zu Ende. Nach dem Abstiegskampf im letzten Jahr, konnten die Linzerinnen eine deutliche Entwicklung schaffen und sich im Tabellenmittelfeld etablieren.
Blau-Weiß zeigt nochmal auf
Für die Stadtrivalen vom FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen gab es zum Saisonabschluss nochmal ein Ausrufezeichen. Die Linzerinnen hatten den SCR Altach zu Gast. Die Vorarlbergerinnen konnten seit Monaten nicht an die Leistungen des Herbstes anknüpfen, was sich auch durch dieses Spiel zog. Nach einer torlosen ersten Spielhälfte kamen die Gastgeberinnen besser und frischer aus der Kabine. Nach knapp einer Stunde setzte Daniela Kittel den Ball per Direktabnahme sehenswert in die lange Ecke. Ihr Treffer sollte auch der einzige an diesem Nachmittag sein. Die Altacherinnen bleiben somit seit Februar ohne Sieg, dürfen sich jedoch dank des starken Herbstes über Platz sechs freuen. Erste Reaktionen des Vereins gab es aber bereits unter der Woche. Trainer Bernhard Summer, wird nächste Saison nicht mehr Trainer des SCR Altach sein. Auf ihn folgt Leandro Simonelli auf der Trainerbank. Blau-Weiß Linz konnte durch die drei Punkte noch punktetechnisch den USV Neulengbach überholen und sich auf den achten Platz schieben. Nach einem schweren Start in die Saion, können die Linzerinnen die Saison somit mit erhobenem Haupt beenden.
Showdown am letzten Spieltag
Während die Teams der Qualifikationsgruppe bereits den Urlaub genießen, geht es in der Meistergruppe in das wichtigste Spiel des Jahres. Während es beim finalen Aufeinandertreffen zwischen dem SK Sturm Graz und dem FC Red Bull Salzburg sportlich um wenig geht, wartet in Wien ein Showdown um die Meisterschale. Zwei Punkte trennen den FK Austria Wien und den SKN St. Pölten. Für St. Pölten muss also ein Auswärtssieg gegen die Wienerinnen her, um die elfte Meisterschaft in Serie zu feiern. Die Austria möchte sich aber nach dem Cup-Triumph mit dem Double belohnen und die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte einfahren. Erstmals seit der Saison 2012/13 fällt die Entscheidung um den Titel erst am letzten Spieltag. Anpfiff zum finalen Showdown ist am Samstag, 30.05. um 14:00 Uhr in Wien. Für beide Teams heißt es jetzt: Alles oder Nichts!
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30.05.2026 - 10:30 Uhr | News | Quelle: ORF
Showdown in Wien: Austria und St. Pölten kämpfen um den Titel
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In der Admiral Frauen-Bundesliga fällt die Entscheidung um den Meistertitel erst am letzten Spieltag. Tabellenführer Austria Wien empfängt am Samstag den zweitplatzierten SKN St. Pölten und geht mit zwei Punkten Vorsprung in das direkte Duell.
Die Wienerinnen haben es damit in der eigenen Hand, den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Bereits ein Unentschieden würde der Mannschaft von Stefan Kenesei zum Titelgewinn reichen. In dieser Saison blieb die Austria gegen den Serienmeister bislang ungeschlagen und gewann zwei der bisherigen vier Pflichtspielduelle.
Für Austria Wien bietet sich die Chance, eine bereits erfolgreiche Saison weiter zu veredeln. Neben dem erstmaligen Cupsieg erreichte der Klub auch das Viertelfinale des Women’s Europa Cup. Zuletzt ließ der Tabellenführer jedoch Punkte liegen und vergab am vergangenen Spieltag gegen Salzburg den ersten Meistermatchball.
St. Pölten hatte nach dem Grunddurchgang bereits sechs Punkte Rückstand auf die Spitze, arbeitete sich in den vergangenen Wochen jedoch wieder heran. Mit einem Sieg im direkten Duell könnten die Niederösterreicherinnen noch den elften Meistertitel in Folge sichern.
Neben der nationalen Meisterschaft geht es auch um die Ausgangsposition für das internationale Geschäft. Der österreichische Meister startet auf dem Champions-League-Meisterweg, der als deutlich günstiger gilt als der Ligaweg. Der Tabellendritte Sturm Graz wird in der ersten Qualifikationsrunde zum Women’s Europa Cup antreten.
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FK Austria Wien ist Meister der ADMIRAL Frauen Bundesliga 2025/26
Veilchen gewinnen dramatisches Finale in der Nachspielzeit
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Wachablöse in der ADMIRAL Frauen Bundesliga. Nach zuletzt zehn Meistertiteln in Serie des SKN St. Pölten heißt der neue österreichische Meister in der ADMIRAL Frauen Bundesliga FK Austria Wien.
Im direkten Duell um den Meistertitel mit den St. Pöltenerinnen vor 2346 Zuschauer:innen in der Generali Arena schießt Carina Wenninger die Veilchen in der Nachspielzeit in einem dramatischen Finale mit dem 1:1-Ausgleich zum historisch ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Die Gastgeberinnen erwischen den etwas aktiveren Auftakt in die Partie und fordern die St. Pöltener Defensive in der Anfangsviertelstunde gleich zwei Mal. Tatjana Weiss köpfelt nach kurzer Corner-Variante in der 10. Minute nur knapp über das Tor. Zwei Minuten später zwingt Katharina Schiechtl SKN-Torfrau Carina Schlüter zu einer Parade nach Freistoß von rechts (12.).
Bei hochsommerlichen Temperaturen am Verteilerkreis wird die Partie im Verlauf des ersten Durchgangs zunehmend intensiver und ist geprägt von einigen Spielunterbrechungen. Es geht ohne große, nennenswerte Abschlüsse mit einem 0:0-Remis – welches der Austria zu Titelgewinn reichen würde - in die Kabine.
Die zweiten fünfundvierzig Minuten starten ausgeglichener, die Intensität bleibt auf beiden Seiten hoch. Beide Teams verstehen es jedoch, die jeweiligen Gegnerinnen vorerst an gefährlichen Torabschlüssen zu hindern.
Nach knapp einer Stunde kommt die Austria der Führung näher. Modesta Uka zwingt Carina Schlüter per direktem Freistoß zu einer weiteren Parade (62.). Drei Minuten später folgt die bis dato beste Chance der amtierenden Meisterinnen aus St. Pölten. Die eingewechselte Ludmila Matavkova zwingt die frisch gekürte Torfrau der Saison – Jasmin Pal – mit einem guten Abschluss im Strafraum zu einer Flugeinlage (65.).
Mit Beginn der Schlussviertelstunde erhöhen die Wölfinnen aus Niederösterreich zunehmend den Druck und sollten spät in Führung gehen. Nach Foulspiel von Katharina Schiechtl im Strafraum muss die Teamspielerin zunächst mit gelb-rot vom Platz, den fälligen Elfmeter verwandelt Leila Peneau in der 5. Minute der Nachspielzeit zum 1:0 für die St. Pöltenerinnen. Der Jubel über den elften Meistertitel in Serie hält allerdings nur wenige Minuten. Mit der letzten Aktion des Spiels bringt die Austria den Ball nach einem Freistoß noch einmal in die Mitte, die mitvorgeeilte Jasmin Pal rettet den Ball vor dem Aus, im Nachsetzen ist es Kapitänin Carina Wenninger, die mit dem 1:1-Ausgleich in der 10. Minute der Nachspielzeit die Austria zum historisch ersten Meistertitel schießt und alle Dämme brechen lässt.
Nach zehn Titeln in Folge beenden die Wienerinnen damit die Serie des SKN und feiern nach dem Gewinn des ÖFB Frauen Cup nun das Double aus Meisterschaft und Poka
l.
Die Stimmen zum Meistertitel in der ADMIRAL Frauen Bundesliga:
Meistertrainer Stefan Kenesei, FK Austria Wien: „ Ich bin einfach nur glücklich, aber ziemlich leer und müde zugleich. Wir haben uns auch nach dem Elfmeter in der 95. Minute nicht aufgegeben und das war genau das, was uns heuer ausgezeichnet hat. Man sollte sich überlegen, dieses furiose Finale zu verfilmen, das war ein Highlight, unglaublich, Drama pur. Ich habe immer gesagt, wer am Ende des Tages oben steht, sind die verdienten Siegerinnen und deswegen sind wir die verdienten Meisterinnen. Diese dramatischen Momente, die Sekunden, wo du erst ganz tief unten bist und kurz danach fliegt das Stadiondach weg, einfach grandios. Es war eine überragende Saison mit den Europa-Cup-Reisen, mit dem Cup-Spiel, jetzt das dramatische Finale. Es kann fast nicht besser sein. Jetzt heißt es mal abschalten, Akkus aufladen und einfach nur glücklich sein. Den einen oder anderen Drink werden wir uns genehmigen. Viel schlafen werden wir nicht und trotzdem haben wir uns das einfach verdient, dass wir heute so feiern dürfen.“
Siegtorschützin und Kapitänin Carina Wenninger: „Unfassbar. In diesem Ausmaß habe ich so etwas noch nicht erlebt. Das war ein brutaler Krimi und auch das, was glaube ich viele haben wollten: Spannung bis zum Ende. Die letzten drei Minuten waren sowieso unglaublich, das kann man gar nicht in Worte fassen. Heute wird schon noch ordentlich gefeiert. Ich bin sehr froh, dass es für uns jetzt so gelaufen ist. Die zwei Titel heuer sind überragend.“
FAK-Torfrau Jasmin Pal: „So etwas dramatisches habe ich noch nicht erlebt. Bei der letzten Aktion dachte ich einfach, ich muss nach vorne gehen und den Ball irgendwie im Spiel halten. Ich bin einfach mega, mega happy, dass das geklappt hat heute. Wir haben heute einfach Geschichte geschrieben. Auch wie die Fans heute da gewesen sind, war ein Wahnsinn.“
Laurent Fassotte, Cheftrainer SKN St. Pölten: „ Es war eines der dramatischsten Spiele, das ist erlebt habe. Dennoch müssen wir der Austria gratulieren und positiv bleiben. Es war eine spannende und fantastische Saison. Im Fußball gibt es immer Gewinner und Verlierer, aber heute ist es natürlich frustrierend. Wir wussten, dass die Austria immer zurückkommen kann, darum war ich auch beim Führungstreffer noch sehr ruhig. Du bist im Himmel und auf einmal bricht alles wieder zusammen. Das ist Fußball.“
SKN-Kapitänin Jennifer Klein: „Mir fehlen aktuell noch die Worte, für das, was da passiert ist. Rückblickend muss ich schon sagen, ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Es war eine sehr, sehr harte Saison für uns. Viele neue Spielerinnen, viele Verletzungen, Krankheiten und so weiter. Es war wirklich nicht einfach und wir haben uns super konstant zurückkämpft. Im letzten Spiel dann so das Unentschieden zu bekommen, ist Wahnsinn. Ich hatte noch nie so viele Emotionen gleichzeitig in mir, das ist unglaublich schwer und wird ein paar Wochen brauchen, um es zu verarbeiten.“
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1.06.2026 - 14:30 Uhr | News | Quelle: sd | von: Michael Paral
Völlig verrückt! Wenninger schießt Austria in letzter Sekunde zum Double
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©FK Austria Wien
Was war das für eine Schlussphase im Spiel um die Meisterschaft! Der FK Austria Wien sichert sich im direkten Duell mit dem SKN St. Pölten den Titel und damit nach dem Cupsieg auch das Double. Nerven hat es jedoch einige gekostet und die Schlussminuten der Partie wird so schnell keiner vergessen. Das zweite Spiel der Meistergruppe, war jedoch auch nichts für schwache Nerven.
Drama Pur im Titelkampf
Am letzten Spieltag der Admiral Frauen Bundesliga Saison 2025/26 kam es zum ultimativen Showdown. Die Tabellenführerinnen vom FK Austria Wien empfingen die Titelverteidigerinnen vom SKN St. Pölten. Zwei Punkte Unterschied in der Tabelle ergaben die Ausgangssituation. Für St. Pölten musste also ein Sieg her, um den Titel zum elften Mal in Folge zu sichern. 2.346 Zuschauer:innen verfolgten das Spiel live im Stadion. Was sie zu sehen bekommen würden, konnte sich aber zuvor keiner auch nur vorstellen.
Wie in den vorangegangenen Duellen der beiden Teams starteten beide Mannschaften aktiv, jedoch mit einer gewissen Vorsicht. Den besseren Start erwischten die Gastgeberinnen, die sich auch immer wieder Chancen erarbeiten konnten. Auch St. Pölten konnte immer wieder Nadelstiche in der Offensive setzen, richtig gefährlich wurde es aber zunächst nie. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste dann mit mehr Nachdruck die Führung zu erzielen, scheiterten aber immer wieder an der starken Abwehrreihe der Wienerinnen. Beide Teams drückten richtig aufs Gaspedal, doch es sah lange so aus, als wären beide Tore an diesem Tag versiegelt.
Die verrückteste Nachspielzeit der Geschichte
Dann die Nachspielzeit. Die Wienerinnen versuchten mit aller Kraft das 0:0 über die Zeit zu bringen, und damit den ersten Meistertitel der Geschichte zu fixieren. Wenige Sekunden vor dem vermeintlichen Abpfiff dann der Schock für die „Veilchen“. Verteidigerin Katharina Schiechtl verschätzte sich bei einer Flanke und traf beim Versuch den Ball zu klären ihre Gegenspielerin Fanny Nagy mit dem Fuß klar im Gesicht. Schiedsrichter Wimhofer zeigte sofort auf den Punkt und zückte zudem die Rote Karte. In der fünften Minute der Nachspielzeit kam es nach einer längeren Behandlungspause also zum ultimativen Duell vom Punkt. Schützin Leila Peneau gegen Torfrau Jasmin Pal. Die Französin behielt die Nerven und schmetterte den ball in die lange Ecke. Pal erriet zwar die Ecke, war bei diesem Schuss aber chancenlos. Das Tor zur Meisterschaft für den SKN – oder?
Nach dem ausgefallenen Jubel der „Wölfinnen“, ließ Schiedsrichter Wimhofer noch eine Aktion spielen. Bei einem Freistoß aus dem Mittelfeld beorderte Austria-Trainer Stefan Kenesei alle Spielerinnen inklusiver der Torfrau in den Strafraum. Der lange Ball von Almedina Šišić wirkte erst zu lang, doch die Austria Torfrau hielt den Ball athletisch im Spiel und beförderte ihn hoch in die Mitte. Nach einer Weiterleitung per Kopf von Yvonne Weilharter kam Kapitänin Carina Wenninger zum Kopfball, den Schlüter noch parieren konnte. Gegen den Nachschuss von Wenninger war die deutsche Torfrau aber chancenlos. Direkt im Anschluss dann der erlösende Schlusspfiff. In Wien-Favoriten (10. Wiener Gemeindebezirk) brachen alle Dämme. Eine solch dramatische Schlussphase hatte in diesem Stadion noch niemand erlebt. „Das waren die schlimmsten zweieinhalb Minuten meines Lebens! Sowas habe ich noch nie erlebt!“, erzählte Double-Siegerin Almedina Šišić nach dem Spiel im Interview bei Kick it like Women. Auch Mittelfeld-Ass Tatjana Weiss fehlten nach dem Triumph die Worte: „Wir werden etwas Zeit brauchen, um das zu realisieren, was wir hier Großes geschaffen haben mit diesem Verein und dieser Mannschaft.“
Sturm und Salzburg trennen sich Unentschieden
Vor dem großen Showdown am Samstag, kam es am Freitagabend zum letzten Spiel der Saison für den SK Sturm Graz und den FC Red Bull Salzburg. Die Tabellenplätze waren vor dem Spiel bereits fix vergeben, jedoch wollten sich beide Teams noch mit einem Sieg in den Sommer verabschieden. In der ersten Halbzeit wirkten beide Teams etwas müde nach der langen Saison. Davon war nach der Pause jedoch nichts mehr zu sehen. Beide Teams mobilisierten nochmal die letzten Kräfte, mit dem besseren Start für die Gäste aus Salzburg. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Tina Krassnig die Mozartstädterinnen in Führung. Die Antwort der Grazerinnen ließ 20 Minuten auf sich warten, ehe Zala Kuštrin für den Ausgleich sorgte. Nur zehn Minuten später traf Kuštrin erneut und drehte somit das Spiel. Das letzte Wort in einem packenden Spiel hatten jedoch wieder die Gäste. In der 96. Spielminute konnte die eingewechselte Valentina Lutz für den 2:2-Endstand sorgen. Für beide Teams geht die Saison damit versöhnlich zu Ende.
Verdiente Siegerinnen – Gratulation an FK Austria Wien!
Die Wiener Austria sichert sich den ersten Meistertitel der Geschichte und löst den SKN St. Pölten nach zehn Jahren an der Spitze ab. Über die ganze Saison hinweg waren die Wienerinnen das konstanteste und beste Team, das hat auch SKN-Trainer Laurent Fassotte nach dem bitteren Ausgang so bestätigt und der Austria zum verdienten Meistertitel gratuliert. Der SKN hat jedoch einen harten Kampf geliefert und bis zur letzten Sekunde nicht lockergelassen. Für die neue Saison muss man die Wölfinnen also bestimmt wieder auf dem Zettel haben. Für die Austria startet im August mit der neuen Saison eine ungewohnte Herausforderung. Die Titelverteidigung.
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